Hitzestress bei Schweinen vermeiden – mehr Leistung auch im Sommer sichern
Hier finden Sie Tipps, damit Sie Ihre Schweine gut durch die Hitze bringen
Ihre Schweine fressen schlechter, wachsen langsamer oder verlieren Leistung bei Hitze?
Sobald die Temperaturen steigen, geraten Schweine schnell unter Hitzestress. Bereits ab rund 25 °C sinkt die Futteraufnahme deutlich – mit direkten Folgen für Tageszunahmen, Fruchtbarkeit und Tiergesundheit.
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Leistungseinbrüche gezielt verhindern.
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Warum Hitzestress Ihre Wirtschaftlichkeit gefährdet
Schweine sind besonders empfindlich gegenüber Hitze, da sie kaum Schweißdrüsen besitzen und ihre Körpertemperatur nur schwer regulieren können.
Die Folgen im Stall:
- Reduzierte Futteraufnahme
- Schlechtere Tageszunahmen
- Weniger Milchleistung bei Sauen
- Fruchtbarkeitsprobleme im Folgewurf
- Geschwächtes Immunsystem
Gerade im Sommer können diese Effekte rasch zu wirtschaftlichen Verlusten führen.
So vermeiden Sie Hitzestress bei Schweinen

1. Wasserversorgung sicherstellen
Ausreichend Wasser ist die wichtigste Maßnahme bei Hitze.
Eine Sau mit 14 Ferkeln benötigt bereits rund 35 Liter täglich – bei Hitze deutlich mehr. Um eine ausreichende Wasseraufnahme zu gewährleisten, sollte die Durchflussrate der Tränkenippel für Zuchtsauen 3 bis 4 Liter pro Minute betragen. Mastschweine benötigen ca. 1 bis 2 Liter, und Ferkel einen Durchfluss von 0,5 bis 0,8 Liter pro Minute.
Tipp: Tränken regelmäßig kontrollieren und Durchfluss prüfen.

2. Fütterung anpassen
Bei Hitze sinkt die Futteraufnahme deutlich. Deshalb sollten Sie folgendes beachten:
- Energiedichte erhöhen (z. B. durch Fettzugaben)
- Mehrere Fütterungen am Tag anbieten (idealerweise morgens & abends, in den kühleren Tageszeiten)
- Schmackhafte Komponenten einsetzen
So gleichen Sie Nährstoffverluste effektiv aus.

3. Elektrolyte & Vitamine gezielt ergänzen
Durch Hecheln verlieren Schweine wichtige Elektrolyte. Spezielle Vitaminergänzer gleichen den erhöhten Verlust von Elektrolyten aus. Eine Ergänzung unterstützt daher:
- Stoffwechsel
- Immunsystem
- Stressresistenz

5. Stallklima optimieren
Das oberste Ziel ist es, die Stalltemperatur möglichst niedrig zu halten.
Wichtige Maßnahmen sind daher:
- Lüftung prüfen
- Luftzirkulation verbessern
- direkte Sonneneinstrahlung reduzieren

4. Auf Futterhygiene achten
Besondere Bedeutung kommt auch dem Thema Futterhygiene zu. Generell ist bei Feucht- oder Flüssigfütterung eine Ansäuerung des Futterbreis mit Futtersäuren zu empfehlen. Dadurch wird die Vermehrung unerwünschter Keime wie Bakterien, Schimmelpilzen und Hefen unterdrückt und die Futterqualität abgesichert. Außerdem fördern Futtersäuren durch ihre Schmackhaftigkeit die Futteraufnahme.
Besonders in der heißen Jahreszeit ist in Flüssigfütterungsanlagen zusätzlich eine regelmäßige und gründliche Reinigung mit dem alkalischen Reiniger Desintec AH-tec sehr wichtig. Achtung: Die Reinigungslösung darf nicht verfüttert werden! Nach der Reinigung mit Wasser nachspülen.
Maßnahmen, die für Ihre Schweine wichtig sind:
- Futtersäuren einsetzen
- Anlagen regelmäßig reinigen
- Futterqualität sichern
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Aktualisiert am 01. Mai 2026








